Laut sein, um laut zu werden?

Mein erstes Mal #Blogfamilia – ein Reisebericht

Wow. Also, wow.

Habt ihr schon mal eine bunt blühende, summende, brummende Blumenwiese beobachtet?

Blogfamilia 2019

Kopfüber bin ich in eine Veranstaltung gesprungen, bei der sich Familienblogger:innen in Berlin treffen, um sich kennenzulernen oder wiederzusehen, um Kooperationen zu schließen und Input zu erhalten, um zu reden, sich auszutauschen, um zu erleben.

Das Erleben war mein Fokus: Eindrücke, Atmosphäre, Informationen, Mechanismen, Geschichten, Menschen, Persönlichkeiten, Konstellationen, Stimmen, Gesichter, Interaktionen, die Verwandlung vom Realen zum Digitalen und zurück … einzuatmen und in aller Ruhe zu verarbeiten.

Die Blogfamilia 2019 stand unter dem Motto laut werden

Nur mal so am Rande …

Als Neueinsteigerin in der bloggenden Online-Welt fühle ich mich eigentlich noch gar nicht so richtig zugehörig. Und als sozial sehr zurückhaltende (und zugegeben etwas ungeschickte) Person sind mir so große Veranstaltungen grundlegend eher suspekt und fühlen sich beängstigend an. Auf die Blogfamilia habe ich mich aber sehr gefreut, unter anderem um den digitalen Persönlichkeiten endlich reale Vibes zuordnen zu können, und dies tatsächlich sehr genossen.

Zwar blieb ich eher beobachtend am Rande und habe wenig persönlich interagiert, mich aber über die wenigen persönlichen Gespräche und wortlosen Momente umso mehr gefreut.

Villa Kalimba und K2 trinken gemeinsam aus einem Becher Limo. Im Hintergrund wheelymum.

Dass Fräulein Nilsson aka K2 dabei war, ließ mich, um ehrlich zu sein, weit weniger verloren fühlen, denn wir hatten uns eigentlich immer etwas zu erzählen :). Und dass ich die Anfangszeit verpeilt hatte und viel zu früh dort war, war eigentlich auch genau richtig, um in Ruhe schon erste nette Worte zu wechseln, den noch unangetasteten (und wundervollen) Kinderspielbereich zu erkunden und mich mit der Location vertraut zu machen.

Seize the day, gather ye rosebuds while ye may

Sing-along mit begeistertem Publikum. Auf der Bühne: Nicole Staudinger.
Sing-along mit Nicole Staudinger

Die Atmosphäre war insgesamt so herzlich und warm, mit wertschätzendem Input randvoll gefüllt, und eine qualitativ hochwertige Bandbreite an Gelegenheiten und Möglichkeiten standen an Ständen, Tischen, auf der Bühne, in Seminarräumen und mit allen Besucher:innen auf jedem Quadratmeter der Blogfamilia für uns bereit. Dass ich sie weniger aktiv genutzt habe als ich eigentlich wollte, hat mir für einen Moment zu schaffen gemacht, bevor mir – besonders mit dem Input einiger Menschen, denen es ähnlich geht – klar wurde, dass ich eben ich bin, und schon irgendwie ganz OK. Verbiegen kann und will ich mich nicht. (Das zu akzeptieren hat fast mein gesamtes Leben gedauert. #notjustsad)

So waren es die unendlich vielen kleinen wie großen Momente der Menschlichkeit und Herzlichkeit, in denen Menschen sich gegenseitig Wertschätzung ausdrückten, sich unterstützten und füreinander da waren. Von den beiden unglaublich klugen und achtsamen Kindern von Frau Papa und Jane Regenbogenmutti, die Fräulein Nilsson so wundervoll in ihr Spiel integrierten, bis zur gesamten Community, die wheelymum die (wenn auch abenteuerlichere als gedacht) Anreise ermöglichten und zugleich laut wurden für Barrierefreiheit. 

#gewaltfreiekindheit

„Strafen sind Demütigung“

Katia Saalfrank

So unterschiedlich wohl alle sind, so unterschiedlich ihre Fokuspunkte und auch Meinungen zum Teil sein mögen, sich für Kinder und Familie in allen Formen zu positionieren (und laut zu werden), sich für eine achtsame, wertschätzende und #gewaltfreiekindheit (großer Dank und meine Hochachtung an Nora Imlau und Katia Saalfrank) einzusetzen, hat die Teilnehmer:innen – und damit schließe ich mich deutlich ein – innerlich verbunden.

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Nora Imlau
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Ich begegnete Menschen, deren Arbeit und persönlichen Geschichten ich schon länger über die sozialen Medien verfolge. Die Bücher einiger stehen in meinem Regal. Von anderen habe ich sporadisch gelesen. Mit manchen war ich zuvor schon im virtuellen Kontakt, mit wenigen im realen. Manche kannte ich von Bildern, andere konnte ich durch ihre Namensschilder zuordnen, wieder andere sagten mir noch gar nichts (teils gefühlt als letzte) und ich zückte regelmäßig das Handy, um dieser oder jenem noch zu folgen.

Stories

Jede:r Einzelne hat Geschichten zu erzählen. Und Sebastian Fitzek formulierte in seiner Keynote einen der für mich und meine Arbeit wichtigsten Sätze:

„Alle Geschichten, auch die ganz großen, sind Geschichten über Familien.“

Sebastian Fitzek

Ich möchte viele dieser Geschichten erzählt bekommen, im Film, in Büchern oder auf Blogs – egal. Die Haltung ist entscheidend. In dieser möchte ich mich wiedererkennen, für diese möchte ich laut werden.

Die Blogfamilia-Award-Gewinnerinnen 

Sassi von liniertkariert, die über Augenhöhe im Schulsystem schreibt, 

Nina Straßner von Juramama, die Rechtsthemen zugänglich, herzlich und bunt erscheinen lässt, dabei voller Impact,

sowie Anne von x-mal anders sein, die ihre Erfahrungen über inklusives Familienleben und Monosomie X teilt, 

erzählen wundervolle Geschichten, die bewegen: persönlich und gesellschaftlich – laut und leise laut.

Reisen verbindet

„Das Leben ist eine Reise“, sagte Sebastian Fitzek auch, und Nicole Staudinger empfahl auf mitreißende Weise, jede Gelegenheit mitzunehmen und einfach zu machen, was ich gern erleben möchte. Neben der Blogfamilia war dieses Wochenende für mich nämlich genau so eine Reise, ein ergriffener Moment, bei dem ich nicht groß über Kosten oder Reiseangst nachgedacht habe. Denn ich hatte meiner Mutter vor etlichen Jahren versprochen, eine Berlin-Reise mit ihr zu unternehmen. Da wir aber im Einlösen von Gutscheinen beide echte Nieten sind, blieb dieses Vorhaben aus Gründen, die eigentlich keine waren, bisher auf der Strecke.

Volmond mit Bauruine und Fernsehturm
Tacheles

So verbrachten wir dieses Wochenende gemeinsam in Berlin und sie konnte mit über 70 Jahren noch einmal (mindestens) das Berlin sehen, das – bzw. ein anderes als – sie 1967 einmal bereist hatte. Dieses gemeinsame Erleben hat uns – über drei Generationen – Verbindung geschaffen. Dafür bin ich sehr dankbar.


Werbung …

… ist ja nicht so meins, aber diese Credits vergebe ich sehr gerne:

K2 schläft auf Villa Kalimbas Schoß
Workshop-Nap

Dass ich mit Kind die Blogfamilia besuchen und alle Workshops mitnehmen konnte, während die Oma auf Sightseeing-Tour ging, habe ich sowohl den perfekt getakteten Schlafphasen von K2 als auch dem achtsamen und unermüdlichen Team sowie der Organisation von betreut.de zu verdanken.

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Der Spielbereich war hochwertig, kreativ und äußerst geschickt im Innen- und Außenbereich angeordnet. Einen großen Teil der Spielzeuge, die mir aus Designer- wie aus Nutzer-Sicht positiv aufgefallen sind, hat die Firma Tomy gestellt.

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Aus dem Goodie-Bag habe ich mich ganz besonders über das Buch „Hilfe, ich werde Papa!“ von Familienbetrieb gefreut sowie begeistert versucht, den Kindern die singenden Magnete von phaeno abzuschwatzen.

Bärchen-Schaumbad von tetesept mit K2s Händchen
duftet lecker pfirsichich

Fräulein Nilsson stürzte sich direkt auf das Bärchen-Schaumbad von tetesept („Jetzt baden?“ – „Wir wollen erst …“ – „Jetzt baden? Teddy! Schaum rein!!!“ – …), und für unseren gemeinsamen Berliner Sightseeing-Sonntag mit Oma bei Sommerwetter hat uns der praktische Sun-Blocker von adblockplus gerettet, da ich im winterlichen Heimatwetter glatt unsere Sonnencremes vergessen hatte.

Danke an alle Sponsoren, die dieses Event für uns in dieser Form möglich gemacht haben:

Nicht zuletzt hat das Team, das die Blogfamilia auch in diesem Jahr wieder und, wie ich hörte, immer großartiger auf die Beine gestellt hat, nicht nur einen gezogenen Hut verdient.

Laura von Heute ist Musik, Lisa von Stadt Land Mama, Christian vom Familienbetrieb, Henrike von Nieselpriem, Janni, Thomas und Thomas von Ich bin dein Vater, Alu und Konsti von Große Köpfe und diesmal leider nicht mit dabei: Jürgen von Filterkaffeeliebe

Danke für dieses Erlebnis. Was ihr da schafft, ist nicht selbstverständlich, und wenn ich aus der Ferne mitbekomme, welche Baustellen, „Baustellen“ und sonstige Gewichte ihr teils zu stemmen habt, mutet eure Leistung geradezu übermenschlich an, während ihr so viel Menschlichkeit und Herzlichkeit ausstrahlt.

Wow. Just wow.

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