Digitale Vorsätze zum neuen Jahr

Hilfe zur praktischen Umsetzung

https://www.youtube.com/watch?v=9A_oDt9_Nts

2020: Hat dich das schlechte Gewissen schon gepackt?

Das Jahr hat Fahrt aufgenommen. War nicht gerade noch Weihnachten? Gestern ist unser Weihnachtsbaum und damit auch die besinnliche Beleuchtung rausgeflogen. Zeit, um mal kurz den aktuellen Status in Zeitlupe anzuschauen.

Reboot

Das mit den Vorsätzen zum Jahresanfang ist ja so eine Sache. Du blickst zurück und siehst, was alles nicht so war, wie du es gern gehabt hättest. Die Themen Gesundheit, Ernährung, Rauchen und „Medienkonsum“ sind sicher ganz vorn dabei, wenn es um gewünschte Veränderung zum Jahres-Neustart geht.

Und schaffst du es nicht (gleich oder längerfristig), dich an deine Vorsätze zu halten, sitzt dir das schlechte Gewissensmonster im Nacken und beißt dich jedes Mal, wenn du Süßes isst oder aufs Smartphone schaust.

Hattest du dir auch Veränderungen vorgenommen für den Bereich der (digitalen) Medien? Für dich oder im Rahmen deiner Familie?

Wenn nicht, schau dir die Bedeutung des Themas Medien in deiner Familie an. Gibt es etwas, das du ändern willst, das dich stört? Was möchtest du in diesem Jahr erreichen?

Quality Check

Jetzt bitte ich dich, dir diese Vorsätze nochmal genau anzuschauen. Gern auch schriftlich (für dich).

  • Welche Vorsätze hast du formuliert?
  • Sind sie jetzt noch gültig? Alle? Teile davon?
  • Fühlen sie sich noch genauso dringend an?
  • Warum bist du bisher gescheitert an deinen Vorsätzen?
  • Wie fühlt es sich an, sie umsetzen zu wollen/sollen/müssen?
  • Wer hat über die Veränderungen entschieden? War es deine Entscheidung? Die einer anderen Person? Hast du vielleicht für eine andere Person entschieden?
  • Unabhängig von der konkreten Umsetzung: Was genau ist dein Ziel? Was möchtest du innerhalb der Veränderung erreichen?
  • Weshalb möchtest du die Veränderung? Benenne möglichst konkret Gefühle, Gedanken, Hoffnungen, Befürchtungen, Ängste etc.
  • Schau dir deine Notizen nochmal an.
  • Möchtest du deine Vorsätze behalten oder sie vielleicht neu formulieren?
  • Gibt es sinnvollere praktische Lösungen, die (auch) zu deinem Ziel führen können?

Lass uns dazu gern brainstormen. Möchtest du in meine Facebook-Gruppe kommen?

Ein Beispiel

Dein Vorsatz lautet zum Beispiel „Weniger Fernsehen“.

Positiv & konstruktiv

Mich würde interessieren, was dahinter steckt. Vielleicht findest du heraus, dass es gar nicht ums Fernsehen geht, sondern um die gemeinsame Zeit mit deiner Familie. Vielleicht wäre da die positive und möglichst konkrete Formulierung „Mehr gemeinsame Zeit mit der Familie am Abend“ hilfreich. Das ist konstruktiv und lenkt den Fokus aufs Wesentliche.

Das passende Stellrädchen finden

Wenn es das nicht ist, nervt dich vielleicht der „Konsumwahn“ in den Werbepausen? Ah, du hast also lineares TV und schaust bestimmte Dinge auf den privaten Sendern gern. Keine Verurteilung dafür. Das ist OK. Vielleicht magst du bestimmte Formate gern, sie entspannen dich. Wäre ein Streaming-Abo vielleicht etwas für dich? Oder die Mediathek? Da fällt die lästige Werbung raus und du kannst dir flexibler Zeiten zum Schauen einrichten.

Gelegenheit zum Lernen

Was auch für Streaming spräche, wäre eine Unzufriedenheit über das angebotene Programm. Du schaust, obwohl dir nichts so richtig gefällt? Probiere einfach mal ein paar Genres aus. Vielleicht lernst du dich dabei ganz neu kennen. Vielleicht kann ich dir auch dabei helfen.

Kompensation

Vielleicht füllst du aber auch eine innere Leere mit dem Fernsehen. Möchtest du dort genauer hinsehen? Vielleicht brauchst du Hilfe. Kannst du mit Freunden sprechen? Deiner Familie? Einer Beratungsstelle? Mit einer psychotherapeutisch ausgebildeten Person?

Kommunikation

Betrifft der Vorsatz nicht dich, sondern zum Beispiel dein Kind? Dann frage dich zunächst, ob es fair ist, deinen Vorsatz dem Kind aufzusetzen. Was sagt das Kind dazu? Könnt ihr darüber sprechen? Auch hier gilt es, das Ziel herauszufinden, was in dir ist. Geht es dir um mehr gemeinsame Zeit? Dann mache auch hier ein Mehr daraus, statt ein Weniger. Überlege, was konkret das Mehr sein könnte. Was würde dein Kind an gemeinsamer Zeit dem Fernseher vorziehen? Und kommt es dann wirklich auf die Quantität in Stunden/Minuten an oder auf die Qualität der gemeinsamen Zeit?

Disclaimer

Es gibt keine richtige oder falsche Antwort. Wenn es für dich ein guter Weg ist, nur über (Selbst-)Disziplin zum gewünschten Ergebnis zu kommen, liegt das in deinen Händen.

Im FlimmerZimmer wirst du aber Anregungen finden, die Perspektive zu wechseln und ich werde immer und immer wieder fragen, ob dies oder das ein guter Weg ist, mit dir selbst oder deiner Familie in Verbindung zu gehen. Angefangen bei den Gedanken.

Wie geht es dir mit dieser Übung?

Bis bald,
deine Katherine

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